Energieinfos/News

Öl- und Heizölpreise aktuell (31.07.2026)

Bohrinsel

Die Rohöl- und Heizölmärkte blicken auf eine ereignisreiche Handelswoche zurück. Nach den deutlichen Preisrückgängen zu Wochenbeginn setzte im weiteren Verlauf eine Stabilisierung ein. Die Hoffnung auf eine Entspannung zwischen den USA und dem Iran sorgte zunächst für sinkende Rohölnotierungen. Brent-Rohöl fiel zeitweise auf den niedrigsten Stand seit rund zwei Wochen. Dennoch blieb die Unsicherheit an den Ölbörsen hoch, da eine dauerhafte politische Lösung weiterhin nicht in Sicht ist.

Zum Wochenausklang gaben die Ölpreise zwar leicht nach, aber trotz dieses Rückgangs verzeichnen beide Referenzsorten im Juli einen kräftigen Monatsgewinn von rund 20 Prozent. Die zwischenzeitliche Entspannung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass wieder mehr Tanker die strategisch wichtige Straße von Hormus passieren und sich die Versorgungslage damit etwas verbessert hat.

Dennoch bleibt die geopolitische Risikoprämie hoch. Die Straße von Hormus, über die rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Rohöls und ein erheblicher Teil des Flüssigerdgases transportiert werden, steht seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und dem Iran besonders im Fokus der Märkte. Obwohl der Schiffsverkehr inzwischen wieder zunimmt, sorgen die anhaltenden Spannungen weiterhin für erhöhte Vorsicht bei Reedereien und Versicherern.

Auch die Lage im Roten Meer bleibt angespannt. Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Milizen haben ihre Drohungen gegen Saudi-Arabien und den Schiffsverkehr im Roten Meer zuletzt verschärft und eine Seeblockade angekündigt. Saudi-Arabien reagiert darauf mit dem Aufbau einer multinationalen maritimen Sicherheitskoalition, an der sich nach Angaben des saudischen Verteidigungsministeriums 14 Staaten beteiligen. Ziel ist es, die Sicherheit auf den wichtigen Seewegen im Roten Meer, im Golf von Aden und an der Bab al-Mandab-Straße zu verbessern.

Für den deutschen Heizölmarkt bedeutet dies ebenfalls ein wechselhaftes Umfeld. Die Gasölnotierungen, die maßgeblich für die Heizölpreisbildung sind, schwankten im Wochenverlauf deutlich. Dadurch änderten viele Händler ihre Verkaufspreise mehrfach. Regional kommen zusätzlich niedrige Wasserstände auf wichtigen Binnenwasserstraßen wie dem Rhein als Kostenfaktor hinzu. Da Binnenschiffe bei Niedrigwasser weniger Ladung transportieren können, steigen die Transportkosten und damit u.U. in einigen Regionen auch die Heizölpreise.

Für Heizölkunden bleibt die Lage damit anspruchsvoll. Zwar hat sich die Versorgung über wichtige Seewege zuletzt etwas verbessert, eine nachhaltige Entspannung ist jedoch noch nicht erreicht. Solange die Konflikte im Nahen Osten andauern und die Schifffahrtsrouten im Roten Meer sowie in der Straße von Hormus unter besonderer Beobachtung stehen, dürfte der Ölmarkt volatil bleiben. Bei Kaufzwang sollte bei hohen Preisen nur eine Teilmenge geordert werden. Diese sollte jedoch so bemessen sein, dass man bis über den Herbst kommt, da zu dieser Zeit erfahrungsgemäß die Nachfrage steigt.

Brent Heizoel

Bereich Schlusskurs
29.07.2026
Schlusskurs
30.07.2026
Startkurs heute
31.07.2026
Veränderung
zum Vortag
Tendenz
31.07.2026
Heizölpreis
(Euro/100L) 3.000
L. Standardqualität
145,15 145,38 144,12 -0,9 % Öl- und Heizölpreise aktuell
Rohölsorte Brent
(US-Dollar/Barrel)
90,70 89,65 87,29 -2,6 % Öl- und Heizölpreise aktuell
Wechselkurs
(Euro/US-Dollar)
1,1378 1,1514 1,1507 -0,1 % Öl- und Heizölpreise aktuell

euroDollar

 

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88,19 $ / Barrel
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